Sinnvolle Computerspiele

Leitfaden für Eltern zum Thema Computerspiele
(Playstation, Gameboy, etc.)

Nach den Ferien stellen immer mehr Lehrpersonen fest, dass viele Kinder einen grossen Teil ihrer Freizeit vor dem Fernseher und / oder Computer verbracht haben, um sich mit verschiedensten Games zu unterhalten. Die Reaktion ist dann oft: «Es war mir langweilig in den Ferien.» - «Ich wusste nichts mit der vielen freien Zeit anzufangen.» Sie freuen sich dann meist auf den Schulbeginn und die damit verbunden Strukturen.
Ein Kind kann speziell an freien Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien stundenlang vor dem Bildschirm sitzen und die entsprechenden Konsolen bearbeiten. Bei einer längeren Nutzung werden einzelne Kinder zunehmend aggressiv und reagieren bis hin zu epileptischen Anfällen (in schlimmsten Fällen). Teilweise nimmt es allerdings den Charakter einer eigentlichen Spielsucht an, was unbedingt zu korrigieren ist.
Es stellt sich die Frage: Wie viel darf gespielt werden?

Für Schülerinnen und Schüler gilt eine Richtzeit von 2 bis 5 Stunden die Woche.

Tipp:

Machen sie mit ihrer Tochter / ihrem Sohn ab, wann und wie er oder sie diese einteilen will.
Es gilt immer: Zuerst müssen die Hausaufgaben ordentlich erledigt werden, erst dann darf gespielt werden.
Gemäss einem "Stundenplan" (Spielplan) ist auch für die Eltern ersichtlich, wann ihr Kind spielt und jede Spielereien ausserhalb dieser Zeiten können sanktioniert werden.
Welche Spiele sind für mein Kind altersgerecht?
Nebst dem Spielplan soll ihr Kind auch Angaben darüber machen, mit welchen Spielen es diese Woche spielen möchte und diese ebenfalls auf dem Spielplan notieren.
Verzichten sie auf Spiele mit rasanter, bewaffneter Action-, Kriegs– und Tötungs- verniedlichendem Inhalt.

"Computerspiele mit brutalem Inhalt können eine bestehende Tendenz zur Gewalt bei Jugendlichen nach Ansicht des Medienpädagogen Jürgen Fritz verstärken. Ein Jugendlicher, der in einem aggressiven Umfeld aufwachse, werde sich auch die härtesten Computerspiele beschaffen, die der Markt hergebe", sagte Fritz, Professor an der Fachhochschule Köln. "Dann wird das, was ist, durch das, was er sich beschaffen kann, verstärkt. Spiele seien aber nicht Ursache für den Hang zur Gewalt."

Statt immer neue Spiele zu kaufen oder zu schenken, können Spiele auch untereinander getauscht werden, oder bereits gebrauchte angeschafft werden. Bei Anzeichen von Spielsucht (hält sich nicht an den Spielplan, spielt heimlich und versteckt, spielt bei Freunden etc.) muss frühzeitig eingegriffen werden; im Notfall bis zum Abbau der Anlage. Verlassen sie sich nicht auf die Aussage "die andere dörfed das Spiel au spiele" sondern überprüfen sie immer den Inhalt und die Altersangabe des Spieles.

Gerade in den Ferien ist es wichtig, dass die Kinder diese freie Zeit nutzen um sich zu erholen und neues, kreatives zu erleben. Je nach Alter des Kindes kann es etwas selbständig planen und unternehmen oder benötigt ihre Unterstützung.
In Städten werden meist in den Sommerferien bestimmte Ferienattraktionen die mit Spass und lernen verbunden werden, angeboten. Informieren sie sich über diese Angebote im Internet oder evtl. bei Jugendsekretariaten. Falls sie ebenfalls freie Zeit haben, nutzen sie diese, um mit ihrem Kind gemeinsam etwas zu erleben. Sei dies bei einem Ausflug in den Zoo, Museumsbesuch, bei einer Wanderung, Velotour, beim „Brötle“, oder Versteck spielen, etc. Es sind Erlebnisse von denen ihr Kind lernen kann und die meist in bester Erinnerung bleiben. Wenn sie sich an ihre eigene Kindheit zurück erinnern, welches waren ihre positiven Erfahrungen im Zusammenhang mit Freizeit? Da wird das Fernsehen sicherlich nicht dazu gehören.
Jugendliche wollen sich selbständig organisieren, unterstützen sie die Kinder dabei. Besprechen sie mit ihnen Möglichkeiten sich an der frischen Luft aufzuhalten oder bei schlechtem Wetter Alternativen zu den Videogames zu finden.
Wenn ihr Kind während den Ferien kaum Kontakt zu anderen Schülern hat, versuchen sie dieser Einsamkeit auf den Grund zu kommen. Es ist für das Kind und deren Entwicklung wichtig im Austausch mit Gleichaltrigen zu stehen.

Benötigen Sie Hilfe, oder haben Sie Fragen zu diesem Thema, können Sie einen unserer Schulsozialarbeitern unter folgenden Telefonnummern erreichen:

Monica Müller
Tel. 044 886 60 22
Mobil 077 435 71 78
oder per E-Mail m.mueller@schule-glattfelden.ch

Rahel Volkart
Tel. 044 868 14 48
Mobil 077 428 02 73
oder per E-Mail r.volkart@schule-glattfelden.ch

Die Beratung ist kostenlos und die Schulsozialarbeiter sind der Schweigepflicht unterstellt.