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Projektwoche 2009: Kurzgeschichten



Während einer Woche beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen mit dem Thema Kurzgeschichten. Es wurde viel gelesen und darüber berichtet, ein Autor besuchte die Schule und es wurde sehr viel geschrieben. Die fertigen, eigenen Geschichten wurden in einem Heft zusammengetragen.

Auszug aus dem Vorwort:

Jugend ist immer aktuell, weil sie voller Leben ist. Jugendliche stellen Fragen nach richtig und falsch, Wahrheit und Lüge und viele mehr. Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit selbst und werden trotzdem von jeder Generation wieder von neuem gestellt. In jeder der vorliegenden Geschichten ist die leidenschaftliche Suche nach Antworten auf diese Fragen zu spüren.
Da geht es zum Beispiel in einem „Phantasy“ – Märchen um eine Königstochter, die ihrem Geliebten in die Verbannung folgt. Eines der urältesten Themen der Menschheit, die Liebe, die alle Widerwärtigkeiten überwindet, tritt uns in ganz aktueller Form entgegen. Der Prinz und die Prinzessin sprechen und verhalten sich wie junge Menschen von heute, die Hoffnungen und Leidenschaften der Verliebten sind jedoch dieselben, die schon in der klassischen griechischen Sage einen Orpheus zu seiner Euridike trieb. Eine andere Kurzgeschichte vergleicht den allzu menschlichen Hang dazu sich Illusionen zu machen mit dem freien Fall durch die Leere. Die spielerische Leichtigkeit lässt den Fallenden vergessen, dass die harte Realität in Form eines Erdbodens am Ende auf ihn wartet. Wilhelm Busch hat dieses Thema in die Reime gegossen: „Doch wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.“
In einer Geschichte wird der Büroalltag mit dem Tod verglichen, die Alltagsroutine als Gegenspieler des Lebens an sich. Auch in anderen Geschichten kommt der Tod vor. Einige sind an Blutrünstigkeit und dunklem Pessimismus kaum zu überbieten. Das Grauen des Leidens und des Todes scheint ausgerechnet junge Menschen sehr zu beschäftigen. Vergänglichkeit ist das Urteil, dem wir letztlich alle unterworfen sind, vielleicht wird einem das in der Blüte der Jugend als Kontrast zum eigenen Leben besonders bewusst. Die Mittelalterlichen sind viel zu beschäftigt, um sich genügend mit den Fragen des Todes und der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. Da scheint es die Provokation der Jugend zu brauchen, die uns hier mit den erwähnten Blutorgien entgegenschlägt, um uns wachzurütteln. Ansonsten vergässen wir vermutlich allzu leicht, dass auf dieser Welt alles nur für eine bestimmte Zeit Bestand hat.

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